Pflanzenschutz – die häufigsten Fragen und richtigen Antworten

1. Warum wird bei den STOP-Produkten der Wirkstoff nicht immer angegeben?

Die in Pflanzenschutzmitteln verwendeten Wirkstoffe und Zulassungen können sich im Laufe der Zeit ändern. Registrierungen laufen aus, Wirkstoffe werden ersetzt oder Produkte erhalten eine neue Zusammensetzung. Die STOP-Produktreihe orientiert sich deshalb bei Verpackung und Produktnamen in erster Linie an der jeweiligen Pflanzenkrankheit oder dem Schädling, gegen den das Produkt eingesetzt wird.

Für viele Anwender ist vor allem entscheidend, gegen welches Problem ein Produkt hilft. Gleichzeitig reduziert diese Form der Kennzeichnung die Notwendigkeit, Verpackungen bei jeder Änderung der Zulassung oder Zusammensetzung vollständig neu zu gestalten. Vor der Anwendung sollten deshalb immer die aktuellen Produktinformationen und Angaben auf dem Etikett geprüft werden.

2. Was ist ROCK EFFECT und kann man es gegen alle Schädlinge einsetzen?

ROCK EFFECT ist ein Pflanzenschutzmittel auf Basis natürlicher Substanzen, das zur Unterstützung der Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegenüber bestimmten Schädlingen eingesetzt wird.

Es eignet sich jedoch nicht gegen jedes Pflanzenproblem. ROCK EFFECT wird insbesondere gegen Blattläuse, Weiße Fliegen, Spinnmilben, Thripse und Schildläuse in frühen Entwicklungsstadien eingesetzt. Außerdem kann es zur Bekämpfung des Amerikanischen Stachelbeermehltaus an Stachel- und Johannisbeeren verwendet werden.

3. Was bedeuten schwarze Flecken auf Rosenblättern?

Schwarze oder dunkelbraune Flecken auf Rosenblättern können durch eine Pilzerkrankung der Rose verursacht werden. Eine bekannte Ursache ist die sogenannte Sternrußtaukrankheit. Der Erreger kann auf befallenem Pflanzenmaterial überwintern und sich insbesondere bei feuchtem Wetter weiter ausbreiten.

Stark befallene sowie bereits abgefallene Blätter sollten entfernt und nicht in unmittelbarer Nähe der Rosen liegen gelassen werden. Dadurch lässt sich die Menge an infektiösem Pflanzenmaterial reduzieren. Zusätzlich können je nach Befall geeignete Pflanzenschutzmittel gegen Rosenkrankheiten eingesetzt werden.

Pflanzenschutz und typische Schäden durch Krankheiten und Schädlinge

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4. Kleine schwarze Fliegen am Blumentopf – was ist das und wie wird man sie los?

Kleine schwarze Fliegen, die rund um Blumentöpfe fliegen, sind häufig Trauermücken. Die erwachsenen Tiere verursachen an Pflanzen in der Regel nur geringe Schäden. Problematischer sind ihre Larven im feuchten Substrat, da sie unter anderem feine Wurzeln schädigen können. Besonders empfindlich reagieren junge, frisch bewurzelte oder bereits geschwächte Pflanzen.

Trauermücken können beispielsweise zusammen mit einer neuen Pflanze oder frischem Substrat eingeschleppt werden. Ein dauerhaft sehr feuchtes Substrat begünstigt ihre Entwicklung zusätzlich.

Zur Bekämpfung kann beispielsweise NATURA natürliches Mittel gegen Trauermücken eingesetzt werden. Erwachsene Trauermücken lassen sich zusätzlich mit gelben Klebetafeln abfangen. Dadurch kann die Anzahl der erwachsenen Tiere reduziert und die weitere Vermehrung eingeschränkt werden.

5. Braucht man beim Spritzen von Bäumen ein Netzmittel und was ist das?

Ein Netzmittel reduziert die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit. Dadurch verteilt sich die Spritzlösung besser auf Blättern und anderen Pflanzenoberflächen und kann dort gleichmäßiger haften.

Ob ein zusätzliches Netzmittel notwendig ist, hängt vom verwendeten Pflanzenschutzmittel ab. Bei manchen Produkten ist bereits ein entsprechender Zusatz enthalten. Bei anderen kann der Hersteller die Zugabe eines Netzmittels empfehlen. Maßgeblich sind deshalb immer die Anwendungshinweise des jeweiligen Produkts.

6. Was hilft gegen Pilzkrankheiten an Tomaten, wenn man zunächst auf chemische Mittel verzichten möchte?

Zur vorbeugenden Pflanzenpflege kann beispielsweise die NATURA Kräutermischung gegen Pilzkrankheiten eingesetzt werden.

Ist eine Pilzerkrankung bereits deutlich ausgebrochen, reichen vorbeugende Maßnahmen häufig nicht mehr aus. Je nach Krankheit und Kultur kann dann ein dafür zugelassenes Pflanzenschutzmittel erforderlich sein, beispielsweise AGRO Schimmel STOP.

Wichtig ist dabei eine möglichst genaue Bestimmung der Krankheit, da verschiedene Pilzerkrankungen unterschiedliche Maßnahmen erfordern können. Beachten Sie außerdem stets die aktuelle Zulassung und die Angaben auf dem Produktetikett.

7. Was bedeutet die Wartezeit bei Pflanzenschutzmitteln?

Die Wartezeit bezeichnet bei Pflanzenschutzmitteln den vorgeschriebenen Zeitraum zwischen der letzten Anwendung eines Mittels und der Ernte beziehungsweise dem Verzehr der behandelten Pflanzenteile.

Die Dauer hängt vom jeweiligen Produkt, dem Wirkstoff und der behandelten Kultur ab. Einige Produkte können eine Wartezeit von 0 Tagen besitzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Angabe pauschal für alle Mittel einer bestimmten Produktreihe gilt.

Entscheidend sind immer die aktuellen Herstellerangaben und die Angaben auf dem Etikett beziehungsweise in der Gebrauchsanweisung. Das gilt auch für Produkte wie ROCK EFFECT. Prüfen Sie vor jeder Anwendung die für die jeweilige Kultur geltenden Hinweise und Wartezeiten.

Pflanzenschutz richtig anwenden

Bei der Bekämpfung von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten ist eine möglichst genaue Diagnose entscheidend. Gelbe Blätter, Flecken oder Wachstumsprobleme können unterschiedliche Ursachen haben und müssen nicht zwangsläufig auf denselben Schädling oder dieselbe Krankheit zurückzuführen sein.

Kontrollieren Sie Pflanzen deshalb regelmäßig, entfernen Sie stark geschädigte Pflanzenteile und wählen Sie Pflanzenschutzmittel gezielt nach dem jeweiligen Problem aus. Beachten Sie bei der Anwendung stets Dosierung, zugelassene Kulturen, Anwendungshäufigkeit und mögliche Wartezeiten.

Weitere Produkte gegen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten finden Sie in der Kategorie Pflanzenschutzmittel.