Pflanzenkrankheiten erkennen und behandeln – kompletter Ratgeber zu Krankheiten, Schädlingen und Nährstoffmängeln

Pflanzen zu kultivieren – ob im Garten, auf dem Balkon, im Gewächshaus oder in Innenräumen – bringt viel Freude, stellt Gärtner aber auch regelmäßig vor Herausforderungen. Pflanzen können unter verschiedenen Problemen leiden: von Schädlingen über Nährstoffmängel bis hin zu Pflanzenkrankheiten. Egal, ob Sie Gemüse, Obststräucher, Zierpflanzen oder Zimmerpflanzen anbauen – entscheidend ist, Probleme frühzeitig zu erkennen und die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

In diesem Ratgeber zeigen wir die häufigsten Pflanzenkrankheiten, Schädlinge und Nährstoffmängel, erklären typische Symptome und geben praktische Tipps zur Vorbeugung und Behandlung.

Allgemeine Pflanzenpflege und Vorbeugung

10 grundlegende Tipps, um Pflanzenkrankheiten und andere Probleme zu vermeiden

1
Neue Pflanzen kontrollieren: Verwenden Sie hochwertiges Saatgut und überprüfen Sie neue Pflanzen sorgfältig, bevor Sie sie zu Ihren vorhandenen Pflanzen stellen.
2
Richtig gießen: Vermeiden Sie Staunässe und dauerhaft zu feuchtes Substrat, da dies Wurzelprobleme und verschiedene Pilzerkrankungen begünstigen kann.
3
Ausreichend Licht: Pflanzen benötigen eine zur jeweiligen Art passende Lichtmenge für Photosynthese und gesundes Wachstum.
4
Gute Luftzirkulation: Eine ausreichende Luftbewegung reduziert stehende Feuchtigkeit und kann das Risiko verschiedener Pilzerkrankungen senken.
5
Hochwertiges Substrat: Verwenden Sie ein für die jeweilige Pflanzenart geeignetes Substrat mit guter Struktur und Drainage.
6
Werkzeuge sauber halten: Reinigen und desinfizieren Sie Scheren und andere Werkzeuge regelmäßig, insbesondere nach Arbeiten an kranken Pflanzen.
7
Pflanzen regelmäßig kontrollieren: Überprüfen Sie Blätter, Triebe, Stängel und Substrat, damit Schädlinge und Krankheiten möglichst früh erkannt werden.
8
Richtig düngen: Beachten Sie die empfohlenen Dosierungen und vermeiden Sie sowohl Nährstoffmangel als auch Überdüngung.
9
Schneiden und umtopfen: Entfernen Sie abgestorbene oder stark geschädigte Pflanzenteile und topfen Sie Pflanzen bei Bedarf rechtzeitig um.
10
Kranke Pflanzen isolieren: Stellen Sie befallene Pflanzen nach Möglichkeit getrennt auf, damit sich Schädlinge oder Krankheiten nicht auf gesunde Pflanzen ausbreiten.

Warum ist es wichtig, Pflanzenkrankheiten zu erkennen?

Pflanzen können durch zahlreiche Probleme geschädigt werden – darunter Pilze, Bakterien, Viren, Schädlinge und ungünstige Wachstumsbedingungen. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, da sich manche Probleme schnell ausbreiten und bei starkem Befall sogar zum Absterben der Pflanze führen können.

Die wichtigsten Gründe, Pflanzenkrankheiten frühzeitig zu erkennen:

  • Schnelle Diagnose: Je früher die Ursache erkannt wird, desto gezielter können geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.
  • Besseres Wachstum: Gesunde Pflanzen entwickeln sich kräftiger und können mehr Blüten und Früchte bilden.
  • Weniger Pflanzenverluste: Vorbeugung und frühzeitige Behandlung können verhindern, dass stark geschädigte Pflanzen ersetzt werden müssen.
  • Schutz des gesamten Bestands: Einige Krankheiten und Schädlinge können sich schnell auf benachbarte Pflanzen ausbreiten.
  • Besseres Erscheinungsbild: Gesunde Pflanzen behalten ihre natürliche Farbe, Form und dekorative Wirkung.
  • Wirtschaftliche Bedeutung: Im professionellen Anbau können Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall erhebliche Auswirkungen auf Ertrag, Qualität und Rentabilität haben.

Die wichtigsten Risiken für die Pflanzengesundheit

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Pilzkrankheiten bei Pflanzen

Wie erkennt man einen Pilzbefall?

  • Blätter kontrollieren: Achten Sie auf Farbveränderungen, Flecken, Verformungen und ungewöhnliche Beläge. Gelbe oder braune Flecken sowie weißliche oder graue Beläge können auf eine Pilzerkrankung hinweisen.
  • Früchte untersuchen: Braune, weiche oder faulende Stellen sowie Schimmelbeläge können auf eine Infektion hindeuten.
  • Wachstum beobachten: Welke Pflanzen, verlangsamtes Wachstum oder abgestorbene Triebe können unter anderem durch Wurzelkrankheiten verursacht werden.
  • Typische Symptome vergleichen: Verschiedene Pilzkrankheiten besitzen charakteristische Merkmale. Eine möglichst genaue Diagnose erleichtert die Wahl geeigneter Gegenmaßnahmen.
Echter Mehltau auf Pflanzen
Echter Mehltau: Eine verbreitete Pilzerkrankung, die zahlreiche Pflanzenarten befallen kann. Typisch ist ein weißlicher, mehlartiger Belag auf Blättern und teilweise auch auf jungen Trieben.
Was hilft gegen Mehltau? Befallene Pflanzenteile entfernen, für gute Luftzirkulation sorgen und Blätter beim Gießen möglichst trocken halten. Bei stärkerem Befall können geeignete und für die jeweilige Kultur zugelassene Fungizide eingesetzt werden.
Braunfäule und Monilia an Früchten
Braunfäule / Monilia: Verschiedene Pilzerkrankungen können Früchte befallen und braune, weiche oder faulende Bereiche verursachen. Monilia tritt insbesondere an Kern- und Steinobst auf.
Was tun bei Fruchtfäule? Befallene Früchte und abgestorbene Pflanzenteile entfernen, Werkzeuge sauber halten und die Krone von Obstgehölzen ausreichend luftig schneiden. Bei Bedarf ein geeignetes Fungizid entsprechend der Zulassung einsetzen.
Grauschimmel Botrytis an Pflanzen
Grauschimmel (Botrytis): Eine häufige Pilzerkrankung, die einen grauen, staubigen Belag auf geschädigtem Pflanzengewebe, Blüten oder Früchten bilden kann.
Was hilft gegen Grauschimmel? Befallene Teile entfernen, Luftzirkulation verbessern und übermäßige Luftfeuchtigkeit reduzieren. Pflanzen möglichst nicht dauerhaft dicht und nass halten. Bei Bedarf geeignete Fungizide einsetzen.
Rostpilz auf Pflanzenblättern
Rost: Rostpilze verursachen häufig orangefarbene, gelbliche oder braune Sporenlager auf Blättern. Sie können Zierpflanzen, Getreide und verschiedene Gartenpflanzen befallen.
Was hilft gegen Rost? Befallene Blätter entfernen und stark betroffenes Pflanzenmaterial nicht für empfindlichen Kompost verwenden. Sorgen Sie für ausreichend Abstand und Luftzirkulation. Bei stärkerem Befall kann ein zugelassenes Fungizid erforderlich sein.

Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten

  • Richtig gießen und düngen: Dauerhaft nasse Bedingungen begünstigen viele Pilzerkrankungen. Sorgen Sie für eine gute Drainage und vermeiden Sie unnötige Überdüngung.
  • Ausbreitung verhindern: Entfernen Sie infizierte Pflanzenteile frühzeitig und isolieren Sie betroffene Topfpflanzen nach Möglichkeit.
  • Geeignete Pflanzenschutzmittel verwenden: Fungizide sollten nur entsprechend ihrer Zulassung und Herstellerangaben eingesetzt werden.
  • Widerstandsfähige Sorten wählen: Resistente oder weniger anfällige Sorten können das Risiko bestimmter Krankheiten reduzieren.
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Bakterielle Pflanzenkrankheiten

Bakterien können Gemüse, Zierpflanzen, Obstgehölze und zahlreiche weitere Pflanzen befallen. Viele bakterielle Krankheitserreger profitieren von warmen und feuchten Bedingungen. Je nach Erreger können sie in Pflanzenmaterial, auf Pflanzenoberflächen oder in anderen biologischen Rückzugsorten überdauern.

Bakterielle Pflanzenkrankheit

Typische Probleme bei verschiedenen Pflanzengruppen

Gemüse: Bakterielle Krankheiten können erhebliche Schäden verursachen. Kontrollieren Sie Blätter, Stängel und Früchte regelmäßig und entfernen Sie eindeutig befallene Pflanzenteile.

Zierpflanzen: Auch Zierpflanzen können von bakteriellen Erkrankungen betroffen sein. Flecken, Fäulnis, Welke oder ungewöhnliche Veränderungen sollten genauer untersucht werden.

Obstgehölze: Zu den besonders problematischen bakteriellen Krankheiten gehört beispielsweise der Feuerbrand. Bei entsprechendem Verdacht sollten die regional geltenden Vorschriften beachtet und gegebenenfalls die zuständigen Pflanzenschutzstellen kontaktiert werden.

Wie werden bakterielle Pflanzenkrankheiten übertragen?

Bakterien können auf unterschiedlichen Wegen verbreitet werden, beispielsweise durch Wasser, infiziertes Pflanzenmaterial, Werkzeuge, Verletzungen oder bestimmte Insekten.

Auch Schädlinge können die Übertragung von Krankheitserregern begünstigen:

  • Blattläuse: Durch ihre Saugtätigkeit können sie Pflanzen schädigen und vor allem verschiedene Viren übertragen.
  • Spinnmilben: Ihre Saugtätigkeit schwächt das Blattgewebe. Sie gelten jedoch nicht generell als bedeutende Überträger bakterieller Pflanzenkrankheiten.
  • Thripse: Sie verursachen Saugschäden und können insbesondere bestimmte Pflanzenviren übertragen.

Vorbeugung und Bekämpfung

Befallene Pflanzenteile sollten möglichst frühzeitig entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Bei Gehölzen empfiehlt es sich, Schnittwerkzeuge zwischen Arbeiten an kranken und gesunden Pflanzen zu reinigen beziehungsweise zu desinfizieren.

Bei stark infizierten krautigen Pflanzen kann es sinnvoll sein, die gesamte Pflanze zu entfernen, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Welche Maßnahmen geeignet sind, hängt jedoch immer von der konkreten Krankheit ab.

Viruskrankheiten bei Pflanzen

Pflanzenviren sind infektiöse Erreger, die sich nur innerhalb lebender Pflanzenzellen vermehren können. Sie können unter anderem durch saugende Insekten wie Blattläuse oder Thripse, durch infiziertes Pflanzenmaterial, Samen, Pollen oder mechanische Übertragung verbreitet werden.

Typische Symptome unterscheiden sich je nach Virus und Pflanzenart. Möglich sind mosaikartige Blattmuster, Verfärbungen, deformierte Blätter, Wachstumsstörungen, verkümmerte Pflanzen sowie Schäden an Blüten und Früchten.

Für viele Pflanzenviren gibt es keine direkte heilende Behandlung. Deshalb sind Vorbeugung, die Kontrolle möglicher Überträger und das Entfernen eindeutig infizierter Pflanzen besonders wichtig.

Viruskrankheiten bei Pflanzen

Schädlinge an Pflanzen

Pflanzenschädlinge gehören zu den häufigsten Problemen im Garten, Gewächshaus und Indoor-Anbau. Sie können Blätter, Triebe, Stängel, Wurzeln oder Früchte schädigen und dadurch Wachstum, Ertrag und das Erscheinungsbild einer Pflanze deutlich beeinträchtigen.

Eine möglichst genaue Bestimmung des Schädlings ist die Grundlage einer wirksamen Bekämpfung. Je nach Schädling kommen mechanische, biologische oder geeignete chemische Maßnahmen infrage.

Blattläuse

Blattläuse gehören zu den häufigsten Pflanzenschädlingen. Sie saugen Pflanzensaft und können insbesondere junge Triebe, Knospen und Blätter schwächen. Viele Arten scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich anschließend Rußtaupilze entwickeln können.

Blattläuse können sich unter günstigen Bedingungen schnell vermehren. Manche Arten sind außerdem wichtige Überträger von Pflanzenviren.

Blattläuse an Pflanzen

Bei leichtem Befall können Blattläuse mechanisch entfernt oder vorsichtig abgespült werden. Im Garten helfen außerdem natürliche Gegenspieler wie Marienkäferlarven, Florfliegen und Schlupfwespen. Bei stärkerem Befall können geeignete Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

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Weiße Fliegen

Weiße Fliegen sind kleine saugende Insekten, die sich bevorzugt auf den Unterseiten der Blätter aufhalten. Sowohl Larven als auch erwachsene Tiere saugen Pflanzensaft. Dabei entsteht häufig klebriger Honigtau, auf dem sich Rußtau entwickeln kann.

Bei starkem Befall können Blätter vergilben und das Pflanzenwachstum kann nachlassen. Einige Arten von Weißen Fliegen können außerdem Pflanzenviren übertragen.

Weiße Fliegen an Pflanzen

Gelbtafeln können dabei helfen, erwachsene Tiere zu überwachen und teilweise abzufangen. Bei einem stärkeren Befall sollten die Blattunterseiten regelmäßig kontrolliert und geeignete biologische oder zugelassene Pflanzenschutzmaßnahmen eingesetzt werden.

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Spinnmilben

Spinnmilben sind winzige Milben, die meist weniger als einen Millimeter groß sind. Je nach Art können sie weißlich, gelb, grün, rot oder braun gefärbt sein. Sie befallen Obstgehölze, Gemüse, Beerensträucher, Zierpflanzen und Zimmerpflanzen.

Typisch sind helle Sprenkel auf den Blättern sowie feine Gespinste, insbesondere bei stärkerem Befall. Warme und trockene Bedingungen begünstigen viele Spinnmilbenarten.

Spinnmilben und feine Gespinste an Pflanzen

Befallene Pflanzen sollten möglichst frühzeitig kontrolliert und bei Zimmerpflanzen gegebenenfalls isoliert werden. Je nach Situation können Abduschen, biologische Gegenspieler wie Raubmilben oder geeignete Pflanzenschutzmittel helfen.

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Wollläuse, Schmierläuse und Schildläuse

Woll-, Schmier- und Schildläuse gehören zu den saugenden Pflanzenschädlingen. Je nach Art besitzen sie einen wachsartigen Schutzbelag, eine schildartige Hülle oder wirken wie kleine weiße, watteartige Ablagerungen auf Blättern und Stängeln.

Durch ihre Saugtätigkeit können sie das Pflanzenwachstum bremsen, Verformungen verursachen und Pflanzen zunehmend schwächen. Einige Arten scheiden außerdem Honigtau aus, wodurch Rußtaupilze begünstigt werden können.

Wollläuse und Schildläuse an Pflanzen

Bei einem leichten Befall können einzelne Schädlinge mechanisch entfernt werden. Bei stärkerem Auftreten eignen sich je nach Pflanzenart und Schädling spezielle ölhaltige Präparate, biologische Maßnahmen oder zugelassene Insektizide. Befallene Zimmerpflanzen sollten möglichst von anderen Pflanzen getrennt werden.

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Nährstoffmangel bei Pflanzen

Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist für gesundes Pflanzenwachstum unverzichtbar. Fehlen wichtige Nährstoffe, zeigt sich dies häufig durch Veränderungen an Blättern, Trieben, Wurzeln, Blüten oder Früchten.

Besonders wichtig sind Makronährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium und Schwefel. Auch Spurenelemente wie Eisen spielen eine entscheidende Rolle. Typische Mangelsymptome sind gelbe Blätter, Chlorosen, Flecken, Wachstumsstörungen, deformierte Pflanzenteile sowie eine schwächere Blüten- oder Fruchtbildung.

Ein sichtbarer Nährstoffmangel bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der entsprechende Nährstoff überhaupt nicht im Substrat vorhanden ist. Auch ein ungeeigneter pH-Wert, hohe Salzkonzentrationen, schlechte Wurzelbedingungen oder ein Ungleichgewicht anderer Nährstoffe können die Aufnahme blockieren.

Nährstoff Typische Symptome Mögliche Maßnahmen
Stickstoff Vergilbung vor allem älterer Blätter, schwaches Wachstum und bei starkem Mangel vorzeitiger Blattverlust. Nährstoffversorgung, pH-Wert und Wurzelbedingungen kontrollieren und bei tatsächlichem Mangel einen geeigneten stickstoffhaltigen Dünger einsetzen.
Phosphor Langsames Wachstum, dunkelgrüne bis violette Verfärbungen und teilweise nekrotische Bereiche. pH-Wert und Temperatur im Wurzelbereich kontrollieren und bei einem bestätigten Mangel einen geeigneten phosphorhaltigen Dünger verwenden.
Kalium Gelbliche bis braune Blattränder, nekrotische Flecken, schwache Triebe und eingeschränktes Wachstum. Kaliumversorgung überprüfen und gegebenenfalls geeigneten kaliumhaltigen Dünger einsetzen. Gleichzeitig auf ein ausgewogenes Verhältnis zu Calcium und Magnesium achten.
Calcium Deformationen und Nekrosen an jungen Blättern, schwache Wachstumspunkte und beispielsweise Blütenendfäule an Früchten. Bewässerung, pH- und EC-Wert sowie Calciumversorgung kontrollieren. Bei Bedarf einen geeigneten Calcium- oder CalMag-Dünger verwenden.
Magnesium Interveinale Chlorose vor allem an älteren Blättern, gelbliche bis rostfarbene Flecken und bei starkem Mangel vorzeitiger Blattverlust. pH-Wert und Nährstoffverhältnis kontrollieren und bei tatsächlichem Mangel Magnesium beziehungsweise einen geeigneten CalMag-Zusatz ergänzen.
Eisen Starke Aufhellung junger Blätter bei zunächst grün bleibenden Blattadern. Bei starkem Mangel können Blätter nahezu weiß werden. Vor allem pH-Wert und Wurzelbedingungen kontrollieren. Bei Bedarf chelatiertes Eisen oder einen geeigneten eisenhaltigen Dünger einsetzen.
Schwefel Hellgrüne bis gelbliche junge Blätter, gehemmtes Wachstum und teilweise dünne oder rötlich gefärbte Triebe. pH- und EC-Wert sowie die Zusammensetzung der Düngung kontrollieren. Bei bestätigtem Mangel geeignete Sulfatquellen verwenden.

Wenn Ihre Pflanzen Anzeichen eines Nährstoffmangels zeigen, finden Sie über die verlinkten Nährstoffe ausführliche Informationen zu Symptomen, Ursachen, Vorbeugung und geeigneten Maßnahmen.

Die Informationen zu Nährstoffmängeln und ihren typischen Symptomen basieren unter anderem auf dem Fachmaterial CANNA – Nährstoffmangel bei der Pflanzenzucht und wurden für diesen Artikel redaktionell aufbereitet und ergänzt.

Pflanzenkrankheiten richtig erkennen – Diagnose ist der wichtigste Schritt

Die richtige Pflanzenpflege ist nicht immer einfach. Ob Pflanzenkrankheit, Schädlingsbefall oder Nährstoffmangel – ähnliche Symptome können völlig unterschiedliche Ursachen haben. Gelbe Blätter können beispielsweise durch einen Nährstoffmangel entstehen, aber auch durch Staunässe, beschädigte Wurzeln, falschen pH-Wert oder bestimmte Krankheiten.

Deshalb sollte vor jeder Behandlung möglichst genau geprüft werden, welche Pflanzenteile betroffen sind, wo die Symptome zuerst auftreten und unter welchen Bedingungen die Pflanze wächst. Eine frühzeitige und möglichst genaue Diagnose hilft dabei, unnötige Behandlungen zu vermeiden und die Pflanze gezielt zu unterstützen.

Mit regelmäßiger Kontrolle, geeigneten Wachstumsbedingungen und einer ausgewogenen Versorgung lassen sich viele Probleme bereits im Vorfeld vermeiden. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen für gesunde Pflanzen, kräftiges Wachstum und eine hochwertige Ernte.